Hävern ist Online
„Wir schaffen das" - Eine Parole, die in anderem Zusammenhang heute gerne gebraucht und leider oftmals belächelt wird. Doch als Mitte August Häverns Ortsbürgermeister Uwe Schäkel erstmals mit Northern Access in Kontakt trat war noch nicht ersichtlich, dass er und seine Bürgerschaft noch nicht kurz vor dem Ziel sondern vor großen Anstrengungen standen.
In einer Infoveranstaltung zum Thema „Schnelles Internet" wurde zwar das Interesse der Häverner Bürger deutlich doch zur Realisierung waren Aufträge nötig. „Wir haben Glück, dass Hävern so klein ist, denn sonst hätten wir uns wohl die Hacken abgerannt" gesteht Helmut Hachmeier, der von Anfang an das Projekt aktiv unterstützte. Nur mit viel Engagement konnte letztendlich die notwendige Anzahl Unterschriften gesammelt werden und Mitte Oktober wurde der Startschuss für die Bauarbeiten abgegeben.
Um das Projekt zudem zu beschleunigen stellte Jürgen Steppat sein Gebäude für die Antenneninstallation zur Verfügung und Henning Wagner gestattete die Querung seines Grundstücks mit den notwendigen Kabeln. „Nur gemeinsam sind solche kleinen Projekte zu schaffen" so Johannes Buning, Projektleiter bei Northern Accesss, „wir bedanken uns bei allen Helfern und natürlich auch beim Amt Petershagen für die schnelle Bearbeitung und Genehmigung der Anträge."
Und so, knapp 6 Monate nach Projektstart konnte kurz vor Weihnachten die Fertigstellung verkündet werden. „Hävern hat es geschafft, die Bürger erhalten nun Internet mit bis zu 32 Mbit/s", so Buning, „die ersten Anschlüsse werden in dieser Woche termingerecht geschaltet".
Das Projekt „Schnelles Internet" in Hävern hat auch Signalwirkung für viele weitere Petershäger Gemeinden. Mittlerweile sind fünf Ortsteile versorgt oder werden kurzfristig angeschlossen und weitere acht Ortsteilen haben ihr Interesse bekundet.
Laut Aussage der Northern Access Geschäftsleitung wird weiter an dem im Mai letzten Jahres verkündeten Plans festgehalten, möglichst ganz Petershagen mit schnellem Internet zu versorgen. „Gibt es Versorgungslücken, so sind die Bürger angehalten es ihren Ortsvorstehern mitzuteilen" so Buning, „denn je eher die einzelnen Ortsteile reagieren, desto eher erhalten die Bürger einen High-Speed-Breitbandzugang."
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Markus Kötter
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Häverner besuchten Estland
Am 28.07.2011 machten sich sechs Häverner Bürger (Marlies + Wolfgang Schargott, Karin Schäkel, Marianne Büsching, Marlies + Helmut Hachmeier) über Hamburg und Riga auf den Weg nach Estland. In Tallin angekommen wurde sie von der Fam. Mukk abgeholt und zur Unterkunft nach Olustvere gebracht, abends wurde gemeinsam mit den Einwohnern von Kuhjavere im Dorfgemeinschaftshaus gegessen. Am 29.07.2011 wurde die Gemeindeverwaltung von Suurre-Jaani besucht, wo alle vom Bürgermeister empfangen wurden. Weiter ging es, nachdem noch einige Punkte angefahren wurden, nach Viljandi wo der stellvertretende Landrat Tönis alle begrüßte. Hier war auch die Presse anwesend und man durfte sich ins goldene Buch von Viljandi eintragen. Nachmittags ging es zum Musikfestival in Viljandi. Am 30.07.2011 war der Tag wieder mit sehr vielen Sehenswürdigkeiten (Gutshöfe mit Keramik, Glaskunst und einer Weberei, Dorfplatz in Kootsi) ausgefüllt. Am 31.07.2011 wurde die Universitätsstadt Tatur angefahren, es ist die zweitgrößte Stadt Estlands mit 100 000 Einwohnern davon sind 20 000 Studenten. Am Abend gab es noch eine kleine Feier und super Essen zum Abschied mit den Dorfbewohnern von Kuhjavere. Am 01.08.2011 ging es nach dem Frühstück nach Tallin wo die Altstadt und der Marktplatz besichtigt wurde bevor es zum Flughafen ging. !!! Einen ganz großen Dank an Urve und Romeo Mukk die sich rührend um alle gekümmert haben und alles klasse organisiert hatten!!! Häverner besuchten Estland   mehr


 
Fahrradweg
Lang, lang ist's her . . . Da wurde südlich der Kreisstraße 5 (von Ovenstädt nach Hävern) ein Sicht- und Schutzwall gebaut. Und die Häverner waren sauer! Lag doch das Dorf bislang sichtbar vor uns, wenn wir von Ovenstädt herunterfuhren. Die Marschlandschaft breitete sich vor uns aus. Auch die Straße war übersichtlich: Man konnte den Gegenverkehr immer einschätzen. Jetzt war alles unüberschaubar geworden. Und durch das angepflanzte Grün waren die Kurven der K5 gefährlich für alle Verkehrsteilnehmer.
Fazit: Vor ca. 10 Jahren kamen die Wünsche für einen Radweg nach Ovenstädt auf. Diese Pläne verdichteten sich in der Bevölkerung, je mehr der Fahrradboom zunahm. Und die geplante Verbindung nach Windheim durch die Solarfähre "PetraSolara" würde die Radler-Zahlen noch steigern. Anfangs 2000 wurde dann im Namen der Dörfer Hävern und Ovenstädt ein Antrag zum Bau eines Radweges gestellt. Im Sommer folgte eine Fahrrad-Demo von Hävern nach Ovenstädt mit großer Beteiligung der Häverner, mit Transparenten usw. . .
Der Antrag ging über die Verwaltung in die Ausschüsse und durch den Rat der Stadt Petershagen. Überall sah man die Notwendigkeit der Maßnahme und stimmte der Planung zu. Nun ging der Antrag in die jeweiligen Instanzen des Kreises Minden-Lübbecke und der Bezirksregierung in Detmold. Auch hier fand die Maßnahme Zustimmung. Und schließlich bewilligte die Landesregierung NRW anfangs 2005 die Mittel, die als Zuschuß für den Bauauftrag des Kreises notwendig waren. Das hört sich hier alles so reibungslos an. Zwischendurch war doch viel Nachhacken und Mithilfe des Dorfes (z.B. bei den Vorverträgen für die Grundstücksankäufe) notwendig. Und schließlich war es auch der Unterstützung von Fachbeamten und Behördenchefs zu verdanken, dass es im Herst 2005 zum ersten Spatenstich durch die Verwaltungsspitzen am Ortseingang in Hävern kam. Der Radweg nach Ovenstädt ist sehr schön geworden und der Gesamtausbau der Häverner Straße am Ortseingang in Ovenstädt erst recht. Der Radweg wird häufig und gerne genutzt. Alle Radfahrer und Fußgänger sind dankbar. Am 21. Juli 2006 wurde der Radweg um 16 Uhr offiziell durch den Landrat Wilhelm Krömer eingeweiht.

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